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Aktuell

 
            Günther Herbig                         Joseph Moog

Ein Wiedersehne mit Günther Herbig und Joseph Moog

GÜNTHER HERBIG, Dirigent
Günther Herbig begann sein Dirigierstudium bei Hermann Abendroth in Weimar und setzte es bei Hermann Scherchen sowie Herbert von Karajan fort. Nach ersten Stationen in Weimar, Potsdam und als Stellvertreter Kurt Sanderlings beim Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) übernahm er 1972 als Generalmusikdirektor die Leitung der Dresdner Philharmonie, außerdem war er in jenen Jahren regelmäßig Gast am Pult der Staatskapelle Berlin. 1977 kehrte er als Chefdirigent zum BSO zurück, das er bis zum Herbst 1983 leitete. 1984 konnte Herbig in die USA übersiedeln, wo er zehn Jahre lang als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra und der Toronto Symphony arbeitete. Von 2001 bis 2006 wirkte Günther Herbig als Chefdirigent des RSO Saarbrücken.

JOSEPH MOOG, Klavier
Für den Grammy 2016 für die Aufnahme des Grireg-Klavierkonzerts nominiert und ausgezeichnet mit bedeutenden internationalen Preisen wie dem Gramophone Classical Music Award 2015 als „Nachwuchskünstler des Jahres“, dem International Classical Music Award 2014 als „Instrumentalist des Jahres“ und 2012 als „bester Nachwuchskünstler“, besitzt Joseph Moog die seltene Gabe, exquisite Virtuosität mit einer reifen, tiefgründigen und intelligenten Musikalität zu verbinden.

Joseph Moog signiert in der Konzertpause am Stand von Musikhaus Knopp im Foyer der Congresshalle seine CD mit Edvard Griegs Klavierkonzert a-Moll, das er zusammen mit der Deutschen Radio Philharmonie eingespielt hat.


Radiophilharmonie streift durch die Musikgeschichte

von Helmut Fackler, SZ vom 30.10.2917

Die zweite  SR-Matinée am Sonntag in der Saarbrücker Congresshalle war ein mutiger Streifzug durch die Musikgeschichte. Dramatisch der Beginn mit der „Todtenfeier“ von Gustav Mahler, der Urform des Kopfsatzes seiner zweiten Sinfonie. Am Pult der Deutschen Radio Philharmonie (DRP) stand Peter Hirsch, der mit dem Orchester souverän gestaltete. Große thematische Kontraste bestimmten den Ablauf, ein Lebensfilm, wie ihn etwa Sterbende ablaufen sehen.
Dann Szenenwechsel hin zu lichtem C-Dur, dem Klavierkonzert KV 467 von Wolfgang Amadeus Mozart. Hundert Jahre früher geschaffen in glücklicher Wiener Zeit. Solistin Martina Filjak gab Mozart, was Mozarts ist: Schlichte Emotionalität, schlanken Anschlag, Frische und Anmut. Das Orchester eiferte ihr nach und so wurde sogar das viel für außermusikalische Zwecke gebrauchte „Andante“ zu einem Kabinettstück an Sensibilität und selbstvergessenem Aufgehen in der Musik. Die Zugabe zwang erneut zum Hinhören: Arvo Pärt, ein Klingstück „Für Alina“. Dann zurück ins ausgehende 19.Jahrhundert, zu Claude Debussy und seinem „Prélude à l’après midi d’un faune“, poetisch-symbolistische Stimmungsbeschreibung nach einem Gedicht von Mallarmé. Die Interpreten bemühten sich um Transparenz, Impression und sorgfältiges Abwägen von Farben und Dynamik.
Der abschließende Sprung ins 20. Jahrhundert mit Bernd Alois Zimmermanns „Sinfonie in einem Satz“ war dann wie einer ins kalte Wasser. Vorgestellt wurde die Urfassung, die von Zimmermann nach ihrem Misserfolg völlig umgearbeitet worden war. Eine große rhapsodische Form drängte da zwölf-getönt und kontrapunkt-reich zum „Aufbruch“, dem Konzertmotto. Im Jahr 1951 ein visionärer Blick in die Zukunft, eine Suche nach neuen Wegen bei Form und Inhalt. Die Deutsche Radiophilharmonie gestaltete engagiert und intensiv, Dirigent Hirsch inspirierte durch klare Zeichen und empathische Körpersprache und das voll besetzte Auditorium spendete dafür lebhaften Applaus.

Vorteile für unsere Mitglieder

Ermäßigte Tickets in Kaiserslautern
Die Stadt Kaiserslautern gewährt unseren Mitgliedern auch in der neuen Konzertsaison eine fünfprozentige Ermäßigung auf Konzerte der Deutschen Radio Philharmonie, welche innerhalb des Programms der "Konzerte der Stadt Kaiserslautern" gespielt werden.

Freier Eintritt zu den Ensembklekonzerte
Zu den Ensemblekonzerten in Saarbrücken und Kaiserslautern haben die Freunde der DRP freien Eintritt. Bei Ensemblekonzerten in Forbach gilt ein Sonderpreis. Bitte Mitgliedsausweis vorlegen.